manuelle Lymphdrainage
Komplexe Physikalische Entstauungstherapie

Eine Therapieform bei lymphologischen erkrankungen

Ohne funktionierendes Lymphgefässsystem - kein Leben. 

Manuelle Lymphdrainage am Kopf, Lotta's Körperzeit, Burgdorf
Rückenbehandlung, Manuelle Lymphdrainage, Therapie, Burgdorf
Fussarbeit, Selbstheilungskräfte, Lotta's Körperzeit, Burgdorf
  • Ersttermin 60 - 75 Minuten (inkl. Anamnese und Befund)
  • Folgetermine zwischen 45 - 75 Minuten (je nach Befund und Kompression)
  • Termine für diese Therapie sind NUR telefonisch/vor Ort buchbar!

Eingebettet in ein internistisches Gesamtkonzept ist die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) heute die anerkannte Basis der konservativen Lymphödembehandlung.

Das Lymphsystem ist ein röhrenartiges System, das den menschlichen Körper – ähnlich wie der Blutkreislauf – durchzieht. Die Lymphflüssigkeit transportiert Stoffwechselprodukte durch die Lymphbahnen zu den oberen Venenwinkel zurück in den Blutkreislauf.
Schon im 6. und 5. Jahrhundert vor Christus wurde in pythischen Orakeln das Lymphsystem als ‚weisses Blut‘ erwähnt.Der Durchbruch kam um 1950 herum, als der Physiotherapeut Emil Vodder die manuelle Lymphdrainage einzusetzen begann. Seine Methode wurde aufgegriffen und von Földi, Asdonk und einigen anderen weiterentwickelt.

Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist die geeignete Therapie zur Behandlung lymphostatischer Ödeme, die sich durch ungenügende Transportkapazität der Lymphgefässe bei normaler lymphpflichtiger Last kennzeichnen. Darunter fallen angeborene (primäre) sowie sekundäre Lymphödeme.
Die häufigste Indikation ist das sekundäre Lymphödem des Armes nach Brustkrebsoperationen.

Mit den Grundgriffen der MLD wird das Lymphgefässsystem aktiviert, dabei wird vor allem die Pumpleistung der eingeschränkten Lymphgefässe verbessert. Sprich: Die Pumpfrequenz im Ruhezustand von ca. 10–12 Kontraktionen pro Minute kann auf fast das Doppelte in derselben Zeitspanne gesteigert werden.
Bei ausgeprägten lymphatischen Erkrankungen (Stauungen) wird die MLD mit einem Kompressionsverband oder nach Mass gefertigten Kompressionsstrümpfen ergänzt.


INDIKATIONEN für die MLD
∙ Posttraumatisches resp. postoperatives Ödem
∙ Primäre und sekundäre Lymphödem
∙ Phlebo-lymphostatisches Ödem / Chronisch-venöse Insuffizienz (CVI)
∙ Lipödem
∙ Darmwandlymphödem / Eiweissverlierende lymphostatische Enteropathie
∙ Zyklisch-idiopathisches Ödem (auch Flüssigkeitsretentionssyndrom)
∙ CRPS (auch Morbus Sudeck), sympathische Reflexdystrophie
∙ Sklerodermie (auch Systemische Sklerose): Seltene Form entzündlichen Rheumas aus der Gruppe der Bindegewebskrankheiten (Kollagenosen).
• Rheumatoide Arthritis (Autoimmunerkrankung)
• Aktivierte Arthrose

KONTRAINDIKATIONEN für die MLD
∙ Kardiales Ödem
∙ Akute bakterielle Entzündung
∙ Akute Thrombophlebitis
∙ CRPS (je nach Ausprägung)
∙ TVT

KONTRAINDIKATIONEN für die Kompressionsbandage
∙ Akute bakterielle Entzündung
∙ Chronische CVI mit schwerer Durchblutungsstörung
∙ Sklerodermie
∙ Schwere pAVK
∙ Kardiales Ödem

Bei Unsicherheiten nur in Absprache mit der Therapeutin und/oder der ärztlichen Fachperson.

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